Was ist eine Stammzelltransplantation (SZT)
Die SZT ist ein wichtiger Bestandteil der Behandlungen bei Leukämien. Da es ein sehr aufwendiges Verfahren ist, kann es nur in den entsprechenden Transplantationszentren durchgeführt werden. Vor der eigentlichen SZT finden viele aufwendige Voruntersuchungen statt, z.B.: Zahnstatus, Knochenmarkpunktion, Funktion der Organe werden überprüft.
Einige Tage vor der SZT erfolgt die Zerstörung des Knochenmarks (Konditionierung). In der Regel dauert diese Behandlung 4 bis 9 Tage. Der Patient erhält eine hochdosierte Chemotherapie (4 -10 mal so stark wie bei einer normalen“ Therapie), oft auch in Kombination mit einer Ganzkörperbestrahlung.
Etwa 48 Stunden nach Beendigung der Therapie bekommt der Patient die Stammzellen auf dem Transfusionswege verabreicht.
Die Stammzellen finden ihren Weg von alleine ins Knochenmark des Patienten und siedeln sich dort an. In der Zeit bis sich die neuen Zellen entwickeln, befindet sich der Patient in der sogenannten Aplasiephase, d.h. der Patient ist anfälliger für Infektionen. Aufgrund dessen wird er während der ganzen Zeit in einem sterilen Einzelzimmer untergebracht. Selbst das Essen ist steril. Angehörige und Pflegepersonal müssen spezielle Kleidung tragen, einen Mundschutz und sie müssen sich gründlich desinfizieren. Bereits 2 - 3 Wochen nach der SZT kann man die neuen Zellen im Blut des Patienten feststellen.
Knochenmarktransplantation (KMT):
Hier werden die Stammzellen aus dem Knochenmark entnommen. Dabei wird dem Spender 1 - 1,5 l Knochenmark vermischt mit Blut entnommen. Das Blut wird nach Abtrennung der Stammzellen dem Spender zurückgegeben.
Periphere Blutstammzelltransplantation (PSZT) :
Hier werden die Stammzellen durch ein spezielles Verfahren aus dem Blut des Spenders gewonnen. Allerdings muss vorher die Zahl der Stammzellen im Blut erhöht werden um sie aus dem Knochenmark in das Blut zu schwemmen.
Deshalb wird der Spender einige Tage vorher mit einem bestimmten Medikament behandelt, welches die Produktion der Stammzellen erhöht. Danach erfolgt die Entnahme der Stammzellen über das Blut ähnlich wie bei einer Blutspende / Dialyse.
Man kann diese beiden Arten von Transplantationen in 2 weitere Untergruppen unterteilen:
(Fremd- oder Familienspender):
Wenn das Transplantat von einer anderen Person gespendet wurde spricht man von einer allogenen Stammzelltransplantation.
Hierbei kann es sich um einen Verwandten oder Fremden handeln. Bei dieser Art Transplantation ist eine Übereinstimmung der Gewebemerkmale von Spender und Empfänger von Bedeutung. Dies ist deshalb wichtig, weil es bei dieser Art der Transplantation
Autologe Transplantation
(eigene Stammzellen werden gereinigt und wieder verwendet):
Hier stammen die transplantierten Zellen vom Patienten selber.
Bei dieser Form der Therapie treten keine Abstoßungsreaktionen auf.
Verhaltensregeln nach der Transplantation
Es dauert ca. 1 Jahr bis beim Patienten das eigene Abwehrsystem wieder funktionstüchtig ist. In dieser Zeit, vor allem in den ersten 3 Monaten nach der Entlassung, ist der Patient sehr anfällig für Infektionen. Bestimmte Verhaltensmaßnahmen sind in diesem Zeitraum rats
Die Nachsorge
Anfangs finden die Nachsorgeuntersuchungen in kurzen Zeitabständen statt. Nach und nach vergrößern sich diese. Bei den Untersuchungen geht es um die Kontrollen der , Bestimmung der Arzneimittelspiegel im Blut und um die Anpassung der immununterdrückenden und sonstigen Medikamenten an den individuellen Bedarf. Zusätzlich werden in gewissen Zeitabständen Vorsorgeuntersuchungen durchgeführt um Spätfolgen frühestmöglich zu erkennen.
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