10/2002 bis 10/2003
Ich muß sagen, dass einige Wochen ganz schön turbulent waren, vor allem der Dezember, aber im großen und Ganzen, verlief die Zeit nach der KMT recht gut.
Eine Woche nach der Entlassung habe ich eine leichte GvHD der Haut bekommen, ein roter gepunkteter Ausschlag an den Händen und Armen.
Sofort bekam ich Kortison verpasst, was dazu führte, dass der Ausschlag schnell wieder verschwand. Das Kortison nehme ich zum Glück seit August 2003 nicht mehr, Sandimmun war da schon komplett abgesetzt worden.
In den ersten Wochen nach der Entlassung aus der KMT - Klinik hatte ich ganz schön losgepowert für meine Verhältnisse, das hat sich dann geändert, auch durch die Einnahme des Kortisons (macht u.a. auch die Muskeln schwächer). Ich hatte plötzlich arge Probleme mit dem Treppen steigen (und mein Zimmer ist im ersten Stock!) und große Mühe aus einem Auto zu steigen. Habe mir dann Krankengymnastik verschreiben lassen und diese bis zur Reha gemacht.
Zusätzlich hatte ich in der Zeit fast jede Woche das Problem, dass mir die linke Kniescheibe aus dem Gelenk gesprungen ist und ich dadurch logischerweise jedes Mal auf der Nase lag. Das war unangenehm und musste immer dann passieren, wenn keiner bei mir war. Nein, einmal hat es meine Krankengymnastin mitbekommen und dann bin ich zum Orthopäden.
Er hat einen kleinen Schaden am Meniskus fest gestellt, mir eine
Salbe verschrieben und zwei Übungen gezeigt, die ich machen soll.
Inzwischen macht mir das Knie längst keine Probleme mehr.
Anfang des Monats gingen meine Blutwerte rapide runter. Der Arzt machte
Im Juli / August 2003 habe ich eine Reha gemacht, in St. Peter - Ording, in der Nordsee-Rehaklinik. Inklusive Verlängerung war ich 4 Wochen dort (mein dritter Geburtstag nicht zu Hause). Hier wurde mir erst so richtig bewusst, welche Defizite ich hatte, vor allem im konditionellen Bereich.
Bei dem vielfältigen Programm in dieser Klinik konnte ich meine Kondition / mein Wohlbefinden dort sehr gut steigern.
Was nun, nachdem ich wieder zu Hause war? Mir fiel die Decke auf dem Kopf (auch schon vorher). Seit 2 Jahren war mein Leben wieder komplett von der Krankheit bestimmt gewesen und ich wollte wieder zurück ins normale Leben. Ich entschloss mich zu versuchen, mein Studium fort zu setzen, denn aufgeben ist für mich nicht drin und was ich anfange, beende ich auch. Gesagt, getan, im Oktober 2003 zum WS nahm ich mein Studium wieder auf.
So verlief das erste Jahr nach der SZT bei mir.
© by Silke